Archiv August 2019

Wie gehen Industriehersteller mit Handelskonflikten um?

Dezentralisierte, digitale Fertigung:
Wie gehen Industrieunternehmen mit den Veränderungen einer globalisierten Welt um? Anpassungsfähige Produktionsstätten, dezentralisierte, digitale Fertigung – welche Strategien und Technologien wenden Industriehersteller in einer globalisierten, individualisierten Welt an, die durch politische Veränderungen und viele Bedenken hinsichtlich der Klimaveränderungen geprägt ist?

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Angespornt von der scheinbaren unaufhaltsamen Globalisierung unserer Wirtschaftssysteme, sind industrielle Wertschöpfungsketten heutzutage zunehmend dezentralisiert, vertikal desintegriert und taylorisisch angeordnet. Dennoch hat diese Entwicklung womöglich einen Wendepunkt erreicht – angetrieben durch eine Vielzahl an Bewegungen, die allesamt die Idee der Massenproduktion entlang der Wertschöpfungskette hinterfragen und dadurch weltweit herausfordern.

Besonders deutlich werden diese Entwicklungen durch den sogenannten “neuen Nationalismus”. Dies wird von aktuellen Ereignissen wie dem Handelskrieg zwischen der USA und China sowie dem Brexit unterstrichen, bei denen Unternehmen unter Druck geraten, ihre Produktion „zurück ins Heimatland zu holen“ und nationale Produkte bevorzugt zu behandeln. Die Art und Weise dieser Initiativen führt keineswegs zu stabilen Rahmenbedingungen für den Welthandel. Demzufolge können Industriehersteller zwar einige ihrer kurzfristigen Probleme lösen, indem sie ihre Lieferketten und Produktionsstandorte verlagern, benötigen jedoch einen fundamentalen neuen Ansatz, um auf langfristige Veränderungen und Unsicherheiten sich vorzubereiten.

Vor allem in der westlichen Welt verdichtet sich diese Situation noch mehr, da viele der aktuellen Trends und Diskussionen Prozesse und Arbeitsweisen globaler Herstellungsbetriebe hinterfragen – mit eingeschlossen der Kaufpräferenzen von Generation Y/Z (z.B. „Product as a service“, individualisierte Produkte) sowie der Bewegung selbst Produzent zu werden und die eigenen Produkte zu konsumieren (private Energiegewinnung, DIY). Hinzu kommt der zunehmende Einfluss umweltpolitischer Überlegungen auf Kaufentscheidungen, den öffentlichen Diskurs sowie Regulierungen, die eine Überprüfung globaler Transportweisen und Treibhausgasemissionen zur Folge haben.

Die Antwort auf all diese Herausforderungn wäre die Fähigkeit, alles, überall und zu jeder Zeit produzieren zu können. In der Tat ist dieses Ziel inhärent mit der beschriebenen Idee der digitalen Fertigung, wie beispielsweise in der programmatischen Verfassung “Recommendations for implementing the strategic initiative INDUSTRIE 4.0“, die für die deutsche Regierung im Jahr 2013 geschrieben wurde. Diese schafft eine Basis für Konzepte wie beispielsweise flexibilisierte Massenproduktion, selbstorganisierende Fertigungssysteme und lokale Fertigung. Die Konvergenz zwischen der physischen und digitalen Welt führt dazu, dass physikalische Prozesse formbar, flexibel und intelligent werden – ähnlich wie es bei virtuellen Prozessen bisher der Fall ist. Prof. Neil Gershenfeld, Direktor des Centers für Bits und Atome an der MIT, hat gemeinsam mit Alan Gershenfeld und Joel Cutcher-Gershenfeld einen Artikel über die Revolutionierung der digitalen Fertigung im Polico Magazine verfasst, in dem die Chance – dank neuer Technologien – beschrieben wird, die Debatte zwischen Globalisierung und Lokalisierung zu schlichten.

Globale Industrie-Umfrage über die dezentralisierte, digitale Fertigung

In dieser Industrie-Umfrage möchten HPE herausfinden, welche Auswirkungen die oben genannten Entwicklungen auf Industriehersteller haben und welche Strategien sowie Technologien diese einsetzen, um mit den Veränderungen umzugehen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Ergebnisse der Umfrage werden am 16. September 2019 bei der Industry of Things World in Berlin veröffentlicht. Teilnehmer der Umfrage erhalten den vollständigen Bericht der Umfrageergebnisse, der ihnen eine detaillierte Übersicht darüber gibt, wie Mitstreiter und Kollegen aus anderen Industriebetrieben die Herausforderungen der globalisierten Welt einschätzen und mit diesen umgehen.

Veröffentlichung der Ergebnisse bei der Industry of Things World Berlin

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Industry of Things World Berlin, 16.-17. September 2019

Hewlett Packard Enterprise (HPE) wird in diesem Jahr erneut gemeinsam mit Intel® bei der Industry of Things World in Berlin teilzunehmen. Die Veranstaltung findet vom 16. bis zum 17. September statt. Seien Sie dabei und treffen HPE Führungskräfte, Experten und Partner, um mehr über Industrial IoT Lösungen in den Bereichen Fertigung, Öl und Gas, Energie und vielen weiteren zu erfahren. Das Event, das von den Organisatoren als Europa’s Nummer 1 der Industrial IoT Messen beschrieben wird, findet im bcc Berlin Congress Center im Herzen der Hauptstadt statt.

Quelle: https://community.hpe.com/t5/Infrastructure-Solutions-German/Dezentralisierte-digitale-Fertigung-Wie-gehen/ba-p/7057577#.XVEmsXtCRso

Weltweit erste hybride WLAN-Lösung – Allied Telesis stellt „Channel Blanket” vor

WLAN Access Point ermöglicht gleichzeitigen Multi- und Single-Channel- Betrieb

Allied Telesis, ein führender Anbieter sicherer, skalierbarer Netzwerklösungen stellt die weltweit erste hybride WLAN-Lösung für optimierte drahtlose Netzwerke vor. Das Design der Access Points (AP) ermöglicht gleichzeitigen Multi- und Single-Channel-Betrieb und nutzt so die Vorteile beider Technologien.

„Wireless Networking ist nicht perfekt. Nutzer haben gelernt, mit gelegentlichen Ausfällen, stockenden Downloads und längeren Wartezeiten zu leben, vor allem in stark frequentierten öffentlichen Netzwerken“, erklärt Graham Walker, Product Marketing Director bei Allied Telesis. „Aber in geschäftskritischen drahtlosen Netzwerken, etwa in Krankenhäusern oder Produktionsunternehmen sind solche Fehler nicht hinnehmbar. Mit unserer neuen hybriden WLAN-Lösung können Unternehmen nun ein stabiles, ausfallsicheres Netzwerk realisieren.“

Hybride WLAN-Lösung schafft höhere Verfügbarkeit und Stabilität
Heute arbeiten die meisten WLAN-Netzwerke auf Basis einer Mehrkanalarchitektur, bei der sich jeder drahtlose AP über einen von mehreren Funkkanälen mit einem mobilen Client verbindet. Drahtlose Netzwerke, die auf diese Weise aufgebaut sind, haben im Allgemeinen einen guten Datendurchsatz. Sie müssen jedoch aufwändig geplant werden, da Störungen durch benachbarte APs auf demselben Kanal die Netzwerkkonnektivität und -leistung beeinträchtigen können.

Channel Blanket ist eine alternative WLAN-Architektur, die es allen APs ermöglicht, den gleichen Funkkanal zu verwenden. Interferenzen und Leistungseinbußen stellen kein Problem dar. Ein Channel Blanket ist einfach zu implementieren und ermöglicht nahtloses Roaming zwischen den APs.

Die Allied Telesis WLAN-Lösung ermöglicht Multi-Channel- und Single-Channel-Architektur parallel zu nutzen: somit lassen sich die Anforderungen der Unternehmen optimal erfüllen.

„Bisher mussten sich Unternehmen für eine WLAN-Architektur entscheiden. In vielen Fällen bedeutete dies, Kompromisse einzugehen“, so Walker. „Werden beide Architekturen separat bereitgestellt, müssen zwei autonome Lösungen betrieben werden. Dies erhöht die Komplexität und Kosten. Viele Unternehmen suchen daher eine kostengünstige WLAN-Lösung, die beide Architekturen in einem Management vereint. Mit unserer hybriden WLAN-Lösung erfüllen wir genau diese Anforderung.“

Durchdachte Technik
Das Schlüsselelement der hybriden WLAN-Lösung ist der TQ5403 Access Point. Der TQ5403 erreicht bis zu 2133 Mbit/s Datendurchsatz. Er unterstützt Multi-User Multiple Input und Multiple Output (MU-MIMO), sodass mehrere Clients gleichzeitig Daten senden und empfangen können.

Der TQ5403 kann einzeln, im AP-Cluster-Modus oder von „Allied Telesis Autonomous Wave Control“ (AWC) verwaltet werden. Dieses moderne Netzwerkmanagement-Tool nutzt künstliche Intelligenz, um Konnektivität und Leistung von drahtlosen Netzwerken deutlich zu verbessern und gleichzeitig die Bereitstellungs- und Betriebskosten zu senken.

AWC ist als Plugin für den „Allied Telesis Vista Manager EX™“ verfügbar. Dieses hochmoderne Netzwerküberwachungs- und -management-Tool beinhaltet verschiedene Visualisierungsmodi. Es ermöglicht Netzwerkadministratoren, ihre Netzwerke einfach zu überwachen und mit AWC-Profilen die Verwaltung einer großen Anzahl drahtloser APs zu vereinfachen.

Die hybride WLAN-Lösung unterstützt optimal zeitkritische mobile Applikationen wie z. B. VoIP, remote Desktop Sessions sowie in sich verändernden Umgebungsbedingungen oder im Bereich baulich anspruchsvoller Herausforderungen.

Quelle: https://www.alliedtelesis.com/node/83336

Umfrage zur mobilen Internetnutzung: WLAN hoch im Kurs

Es ist schon ein Phänomen: Umfragen unter Urlaubern und Reisenden ergeben seit Jahren dasselbe Bild. Ein schnelles WLAN ist heute eines der Top-Kriterien für die Auswahl eines Hotels. Und auch ein Blick in unsere Innenstädte lässt keinen Zweifel: WLAN-Hotspots sind wahre Anziehungspunkte für die Internet-affine Generation.

Dennoch passiert gerade etwas, was Vielen von uns noch aus den Anfängen von LTE bekannt ist: WLAN hätte keine Zukunft, versuchen uns viele Mobilfunker Glauben zu machen. Da heißt es dann sogar, dass mit einer flächendeckenden 5G-Verbreitung auch WLAN aussterben wird.

Als WLAN-Hersteller reiben wir uns hier nur verwundert die Augen. Vielerorts sprießen schließlich weiterhin Hotspots aus dem Boden und sorgen für mobile Konnektivität. Und dass WLAN aus Unternehmen und unserem Zuhause nicht mehr wegzudenken ist, muss ich niemandem sagen.

Wie aber sieht es tatsächlich aus mit der mobilen Internetnutzung? Ist das WLAN hier tatsächlich bald obsolet – oder wird schlichtweg ein völlig falsches Bild gezeichnet? Wir wollten es genauer wissen und haben daher ein renommiertes Meinungsforschungsinstitut mit einer repräsentativen Befragung* beauftragt.

Streaming & Co.: WLAN unterwegs beliebter als Mobilfunk

Die zentrale Erkenntnis der Befragung: WLAN hat klar die Nase vorn! Rund 60 Prozent der befragten Anwender geben WLAN den Vorzug vor Mobilfunk. Dabei ist es egal, ob Sie datenhungrige Streaming-Dienste nutzen oder „nur“ im Web surfen und E-Mails abrufen. Überzeugte Mobilfunkanhänger sucht man unterdessen unter den Umfrage-Teilnehmern vergeblich: nur 7 Prozent nutzen LTE & Co beim Surfen und E-Mailing, beim Streaming geht der Anteil sogar auf magere 3 Prozent runter. Ein sehr aufschlussreiches Ergebnis, das deutlich zeigt, wie stark WLAN in unserem Alltag verankert ist und wie wichtig den Anwendern vor allem ein kostenloser oder günstiger Internetzugang ist.

WLAN punktet bei Kosten und Tempo

Zugegeben, über die Gründe müssen wir jetzt etwas spekulieren – abgefragt haben wir sie nicht. Aber vieles liegt auf der Hand: Ganz vorne dürften die Kosten rangieren, die für WLAN und gegen Mobilfunk sprechen. Denn, Hand auf´s Herz, wer möchte schon sein (teures) Mobilfunk-Datenvolumen aufbrauchen, wenn kostenlose WLAN-Hotspots gerade in Großstädten mittlerweile glücklicherweise an fast jeder Ecke zu finden sind? Außerdem dürfte auch die Leistung bzw. Geschwindigkeit eine erhebliche Rolle bei der Favoritenwahl spielen. In schnellen Drahtlosnetzwerken surft man schon heute mit Bruttodatenraten bis zu 1733 Mbit/s, davon kann man selbst mit dem neuesten LTE-Standard nur träumen. Und warten, bis 5G bis an jede Milchkanne dringt, will wohl auch niemand.

Politik: Nutzer wünschen mehr WLAN-Frequenzen

Neben der mobilen Nutzung von WLAN und Mobilfunk hatte die Umfrage noch einen weiteren Schwerpunkt: die Frequenzpolitik. Immerhin wurden für WLAN in Europa vor rund 15! Jahren die letzten Frequenzbänder freigegeben. Im Digitalzeitalter ist das ein geradezu unvorstellbar langer Zeitraum.

So ist es kaum verwunderlich, dass es auch bei der Frequenzpolitik eine klare Tendenz pro WLAN gibt! So wünschen sich 71 Prozent der Befragten, dass WLAN zukünftig bei der Vergabe neuer Frequenzbänder mindestens ebenso berücksichtigt wird wie der Mobilfunk. Ganze 29 Prozent unterstützen sogar eine Bevorzugung von Wireless LAN. Zum Vergleich: Nur 17 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sprechen sich dafür aus, dass der Mobilfunk hier bevorzugt werden sollte.

Das Ergebnis ist ein klares Signal, und mittlerweile ist es zwingend notwendig, dass bei der Frequenzpolitik etwas passiert. Lag der Fokus in den letzten Jahren ausschließlich auf Mobilfunk, muss nun in der Politik ein Umdenken stattfinden – sonst geraten wir auf dem Weg zum Multi-Gigabit-WLAN gehörig ins Stolpern.

Mit Wi-Fi 6 und 6 GHz-WLAN in die Zukunft

Deshalb freut es uns umso mehr, dass die europäische Politik die Zeichen der Zeit erkannt hat und die Themen Frequenzpolitik und WLAN nun auch von der EU angegangen werden. Dort prüft man aktuell, ob das 6 GHz-Band zukünftig für WLAN geöffnet werden soll. Die neuen Frequenzen könnten ab 2021 nutzbar sein. In Summe ständen uns dann 500 MHz mehr zur Verfügung – das ist fast eine Verdopplung des aktuellen Frequenzbereichs. Und für Experten: das Spektrum ist an einem Stück und frei von Störfaktoren wie DFS (Dynamic Frequency Selection) – für WLAN das wahre Paradies!

Außerdem steht mit Wi-Fi 6 ein neuer WLAN-Standard in den Startlöchern, der seine Stärken vor allem in sogenannten High-Density-Szenarien ausspielt, also überall dort, wo viele Menschen mit ihren Clients gleichzeitig mobil auf das Internet zugreifen möchten. Dabei erreicht der 802.11ax-Standard Bruttodatenraten von maximal 4,5 GBit/s und glänzt mit extrem niedrigen Latenzzeiten.

Umso mehr freut es uns, dass die Umfrage unsere Eindrücke ganz eindeutig bestätigt hat: WLAN ist eine quicklebendige Technologie, die selbst durch neuste Mobilfunkstandards nicht ersetzbar ist!

Lassen Sie sich also nicht verunsichern, wenn Sie wieder mal über eines dieser Interviews stolpern, in denen ein 5G-Verfechter behauptet, dass WLAN keine Zukunft habe. Die Realität sieht glücklicherweise völlig anders aus.

*Die repräsentative Online-Umfrage wurde zwischen dem 24.05.2019 und 27.05.2019 durch die YouGov Deutschland GmbH durchgeführt. Insgesamt haben 2.046 Personen teilgenommen.

Quelle: https://www.lancom-systems.de/blog/umfrage-zur-mobilen-internetnutzung-wlan-hoch-im-kurs/

Autor: Ralf Koenzen